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Von Arrowtown nach Macetown mit dem Mountainbike – Mein Tagebuch

Wir fahren mit dem Bus nach Arrowtown. Ein kleines Städtchen mit 2.500 Einwohnern, nicht weit von Queenstown entfernt. Von dort wollten wir ursprünglich mit den Bikes weiter zur Snow Farm. Das Wetter ist heute allerdings nicht ganz so gut, und Axel rät von der Tour ab. Wir entscheiden uns stattdessen für die Alternative entlang des Arrow zum alten verlassenen Goldgräberstädtchen Macetown zu fahren. Hört sich spannend an. Allerdings kündigt Axel auch nasse Füße an. Ich ahne, was das bedeutet. Die Räder hatten wir glücklicherweise am Vorabend noch auf den Anhänger geladen, so dass wir den Tag trotz frühen Aufstehens recht entspannt angehen können. Taschen und Koffer in den Bus und los geht‘s. Die Fahrt  dauert nicht lang. Nach einer halben Stunde sind wir da. Frühstück gibt es in einem netten kleinen Laden, in dem wir sehr freundlich empfangen werden. Auf Anhieb würde man die Lokalität gar nicht als Frühstückslokal erkennen. Ein echter Geheimtip. Wir sitzen hinter dem Haus im Garten und ein Freund von Axel gesellt sich dazu. Wir kommen uns vor wie auf einem Familientreffen und fühlen uns einfach wohl. Das Frühstück ist super. Es gibt nicht nur English Breakfast. Ich habe Müsli mit Früchten und Milch. Lecker.

Nach dem Frühstück schlendern wir noch ein wenig durch das Städtchen. Auch Arrowtown hatte seine Hochzeit zu Zeiten des Goldgräbertums in der Region. Ohne Autos und geteerte Straße würde die Szenerie ohne weiteres ins 19. Jahrhundert passen. Sicherlich wird die Kulisse auch für den Tourismus aufrechterhalten. Trotzdem ist es sehr schön, und man fühlt etwas in der Zeit zurückversetzt.

Mit jeder Menge Touristen auf der „Buckingham Street“ ist die Wirkung aber bestimmt etwas anders. Zum Glück sind wir sehr früh und haben die Szenerie nahezu für uns allein. Dann laden wir die Räder ab und machen uns auf den Weg. Das Wetter bleibt recht wechselhaft und erinnert heute eher ein wenig an den deutschen November.

Wir sitzen noch nicht richtig auf dem Rad, da gilt es das erste Mal den Arrow zu durchqueren. Ich hab‘s mir gedacht. Nasse Füße. Das Bike auf die Schulter und den Fluss durchwatet. Diese Prozedur wird uns fortwährend begleiten. Insgesamt werden wir auf diese Weise den Fluss mindestens 30x durchqueren. Manchmal sind wir kaum ein paar Meter gefahren, da gilt es schon wieder auf die andere Seite überzusetzen. Nicht immer sind die Überquerungen einfach. Einige Furten sind steinig, andere überraschend tief. Manchmal ist der Fluss an den Stellen auch ziemlich breit. Nur eins bleibt immer gleich. Das Wasser ist verdammt kalt! Und trotzdem macht es Riesenspaß! Einmal werden wir im Fluss watend von einer Kolonne Geländewagen im Wasser überholt. Es werden auch Jeep Touren nach Macetown angeboten. Das hatte Axel uns verschwiegen ;-) Wir bevorzugen aber ohnehin das Mountainbike.

Stetig geht es entlang des Flusses bergauf. Je höher wir kommen, desto ungemütlicher wird das Wetter. Es wird noch etwas kühler und beginnt leicht zu regnen. Alles eine Frage der Ausrüstung. Wir sind von Axel gut informiert und vorbereitet.

Das Wetter macht uns nicht zu schaffen. Die Strecke schon eher. Wir fahren über einige Single Trail Abschnitte, die so steil und unwegsam sind, dass alle schieben müssen. Es sind aber nur ein paar Passagen die derart fordernd sind. Insgesamt lässt sich die Strecke gut bewältigen und die Landschaft ist wieder überwältigend. Wir fahren auf einem Single Trail oberhalb des Arrows und überqueren ausnahmsweise den Fluss auf einer Brücke, die so schmal ist, dass sie kaum mit den Bikes zu befahren ist. Beeindruckend. Jeder fährt sein eigenes Tempo. Abzweigungen, an denen man verloren gehen könnte, gibt es ohnehin kaum und Axel kontrolliert immer wieder, dass alle auf Kurs bleiben. Immer wieder machen wir kurze Stops, um Fotos zu machen. Festhalten lassen sich diese Eindrücke aber kaum.

Schließlich erreichen wir das, was von Macetown noch übrig ist. Wirklich viel zu sehen gibt es leider nicht mehr. Lediglich das alte Bäckereigebäude ist noch erhalten und an anderer Stelle wurde schwereres Gerät zurückgelassen, das der Goldgewinnung diente. Eine Informationstafel beschreibt den damaligen Goldgewinnungsprozess. Es lässt sich erahnen, dass die Bedingungen für die Goldgräber damals hier wirklich hart gewesen sein müssen.

Das Goldfieber packt uns. Würde man vielleicht noch ein paar Nuggets hier finden? Wir belassen es bei der Spekulation. Nachdem wir uns gestärkt und noch etwas umgeschaut haben, machen wir uns auf den Rückweg. Zunächst können wir auf der Abfahrt die Räder richtig rollen lassen. Klasse. Gestoppt wird nur für Fotoaufnahmen. Später halten uns dann natürlich wieder die Durchquerungen des Arrow auf. Mittlerweile kommt uns das Wasser doch ziemlich kalt vor. Dann steigen wir zum letzten Mal aus dem Fluss und erreichen wieder Arrowtown. Passend zu unserer Rückkehr zeigt sich ein wenig die Sonne und es wird etwas wärmer. Wir laden unsere Verpflegung aus dem Bus und machen ein ausgiebiges Picknick. Hungrig sind wir jetzt alle. 5 Stunden waren wir bestimmt unterwegs. Wieder eine tolle Tour.

Dann verstauen wir unsere Verpflegung, verladen die Bikes und brechen auf zu unserer nächsten Station. Wanaka.

Mountainbike Tagestour in Queenstown – Mein Tagebuch

Heute geht es auf Tour. Wir sind sehr gespannt, wie der Tag laufen wird. Es soll ein erstes Einrollen ohne große Schwierigkeiten werden. Zunächst sind wir zu viert. Unser Tour Guide, Busfahrer, und gelegentlich auch Koch Axel von PCT,  Michael (Mike) und Michael und ich. Um 8 Uhr geht’s zum Frühstück,  um 9:15 Uhr brechen wir auf. Zunächst geht es wieder den Lake Wakatipu entlang. Das Tempo ist sofort ganz ordentlich. Ich leide immer noch etwas unter meiner Erkältung und muss mich schon ziemlich ins Zeug legen. Schade. Mein Fitnesszustand vor Abreise  in Deutschland war eigentlich ganz gut. Mal sehen, wie ich heute mithalten kann.  Wir treffen uns mit Phil, der uns als Guide auch schon bei der PCT Tour 2009 ein paar Tage begleitet hat und seinem Kunden Martin aus den USA im Atlas BeerCafe an der Waterfront in Queenstown. Phil kann sich sogar noch an mich erinnern. Axel besorgt noch etwas Verpflegung für uns. Obst, Kekse und ein paar Energieriegel werden verteilt.

Dann geht‘s los. Martin  ist ein lustiger Vogel. Immer für einen kleinen Scherz und einen lockeren Spruch zu haben. Wir fahren zunächst auf der Straße in Richtung Glenorchy und bald darauf geht es auf den ersten Trail den See entlang. Für das erste „Einrollen“ ist der schon mal ganz anspruchsvoll. Technik und Kondition werden hier gleich mal abgefragt. Dann geht es wieder ein Stück die Straße entlang, die auch eine ganz ordentliche Steigung hat. Wir befinden uns sicher nicht auf einer gemütlichen Sonntagnachmittag Ausflugsfahrt. Aber es macht Spaß, und letztlich kann jeder natürlich sein eigenes Tempo fahren. Axel und Phil fahren mal vorn, mal hinten und schauen immer wieder nach uns.

Es geht auf den nächsten Trail, der nochmal deutlich fordernder ist. Bergauf und bergab. Weite Teile muss ich schieben. Insbesondere die erste Abfahrt. Und dann geht‘s richtig los. Es geht einen zum Teil sehr eng geschwungen Single Trail hinauf. Jede Menge 180° Kehren. Vielleicht wäre bergab sogar noch schwerer als bergauf. 3km mit zum Teil steil abfallenden Böschungen. Etwas zu viel für mich am ersten Tag und mit den Nachwehen der Erkältung. Die Hälfte der Strecke muss ich leider schieben. Sehr schade. Der Trail ist nämlich toll. Axel und Phil stehen uns insbesondere an den schwierigeren Passagen mit Rat und Tat zur Seite. Und trotzdem habe ich kurz vor dem Ende des Abschnitts noch einen Sturz. Eigentlich eine eher einfache Stelle. Eine einzige Wurzel bringt mich aus dem Tritt. Und dann falle ich  auch noch zur Talseite. Die Böschung ist hier nicht besonders steil, unter dem Bike liegend habe ich aber trotzdem etwas Mühe, mich zu befreien und wieder auf den Trail zu steigen. Ich beeile mich, damit die Guides nichts sehen. Nichts passiert. Ich muss mehr schmunzeln, als dass ich mich über mein Missgeschick ärgere. Alle anderen kommen gut durch und warten am Ende des Trails.

Ich zwar froh, dass dieser Teil absolviert ist, trotzdem hat es auch Riesenspaß gemacht. Jederzeit habe ich sicher und von Axel und Phil gut betreut gefühlt. Es geht weiter auf einem 4wd Track. Auch der ist nicht ganz ohne. Recht steil bergauf auf losem, kiesigen Untergrund. An einigen Stellen muss ich wieder schieben. Schließlich erreichen wir den Moke Lake. Am dortigen Camping Platz machen wir unsere Lunchpause. Das Wetter ist spitze und nach der ersten Anstrengung schmecken Brot und Obst hervorragend. Wir sitzen im Gras, essen und schauen auf den See. Nach einer halben Stunde brechen wir wieder auf. Wir trennen uns von Phil und Martin, die eine andere Strecke nehmen. Wir fahren mit Axel in Richtung Queenstown, nehmen aber auch einen anderen Weg zurück.. Es geht die meiste Zeit über einen 4wd Track. Wir passieren Lake Dispute und müssen an einigen Stellen die Räder über geschlossene Tore hiefen. Das sorgt für Abwechslung und schafft Gelegenheit, jede Menge Fotos zu machen. Die Landschaft  fasziniert mich immer wieder. Hoffentlich reicht mein Memory Stick für all die Bilder.

Nach einer letzten steilen Single Trail Abfahrt erreichen wir die Straße nach Queenstown. Es geht wieder den See entlang. Wir durchqueren einen MTB Park und Axel und Mike fahren noch ein paar Extra Loops. Die Trails sehen wirklich nach Spaß aus, ich bin aber schon ziemlich müde und nehme mit Michael gemeinsam den direkten Weg nach Queenstown. Im „Atlas“ angekommen gibt es bei herrlichem Blick auf den Lake Wakatipu ein wohlverdientes Bier. Das ist Luxus pur ! ;-)

Gemeinsam mit Mike und Axel geht es dann zurück zum Hotel. Abends treffen wir uns zum Essen wieder mit Phil und Martin im „Flame“ in Queenstown. Fleisch, Seafood, Vegetarisch. Es ist für jeden etwas dabei und beim wirklich guten Essen lassen wir den Tag Revue passieren. Ein gelungener Auftakt.

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